17.12.25

„Ideen säen. Erträge sichern.“

Der VDAJ-Landesverband war zum Fendt-Nachhaltigkeitsforum 2025 unter dem Motto: „Ideen säen. Erträge sichern." eingeladen - ein Motto, das nicht nur zu Fendt, sondern auch zur Vision 2030 des Landesverbands Bayern passt. Über 300 Gäste aus verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Bereiche waren angereist.

Viele Landwirte bauen sich zusätzliche Betriebszweige auf, um sich breiter aufzustellen. Diese Ideen variieren stark: von Fischzucht auf einem Betrieb mit Schweinmast und Biogasanlage, über den Anbau neuer Baumarten, um den Wald klimaresistenter aufzubauen, neuen Kulturen wie Schwarzkümmel oder Mohn bis hin zur Weiterverarbeitung der eigens produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Der Wille, neue Weg zu gehen und dabei in Generationen zu denken, verbindet die Speaker des Fendt Nachhaltigkeitsforum 2025. Key Note Speaker und Moderator des Automagazins „auto mobil“ Alexander Bloch betonte, dass Landwirte auch oder vielleicht gerade in Zeit von Künstlicher Intelligenz und Automation unersetzliche Arbeit leisten. 

„Nachhaltigkeit steht nicht mehr so stark im Fokus, wie noch vor vier Jahren, als wir das erste Fendt Nachhaltigkeitsforum veranstaltet haben. Dabei sind die Megatrends Bevölkerungswachstum, Klimawandel und die Teller-Tank Diskussion weiter ein bestimmender Teil der Realität. Nehmen wir das Beispiel England, dort folgte auf einen besonders nassen Herbst 2024 eines der trockensten Frühjahre 2025, was zur niedrigsten Ernte seit Wetteraufzeichnung führte. Das Thema Nachhaltigkeit bleibt also wichtig und das gilt für alle drei Säulen: ökologisch, ökonomisch und sozial“, so Christoph Gröblinghoff, Vorsitzender der Fendt Geschäftsführung, auf dem vierten Fendt Nachhaltigkeitsforum in seiner Begrüßung. „Wir bekennen uns klar zum Produktionsstandort Deutschland. Auch in Zukunft sollen alle Radtraktoren hier gebaut und von hier aus in die Welt exportiert werden. Aber dafür brauchen wir Ideen, Innovation und Fortschritt und müssen hungrig darauf sein, morgen die Dinge noch ein bisschen besser zu machen als gestern.“

Christoph Gröblinghoff (Vorsitzender der FendtGeschäftsführung) fand die passenden Worte zur Begrüßung.
Foto: AGCO GmbH

Hoch angesehen: Warum haben Landwirte in Österreich ein super Image?

Hannes Royer ist Bio-Landwirt und heute einer der bekanntesten Agrar-Podcaster Österreichs. Als Landwirt mit einem Hof, der eine dokumentierte Geschichte seit 1204 hat, schlägt sein Herz bereits seit Kindesalter für die Landwirtschaft. Er stieg früh auf dem Betrieb ein und gründete 2013 ein Lohnunternehmen mit Winterdienst. Er beschäftigt sich in unterschiedlichen Formaten mit dem Thema Wissen über und Wertschätzung von Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Während das Image der Landwirte in Deutschland häufig nicht so gut ist, sieht das in Österreich ganz anders aus. Den großen Hebel sieht er in der Kommunikation zum Thema „Essen“ und
der Vorbildfunktion, die auch Landwirte vorleben sollten. Ob es um Fahrgeschwindigkeit mit großen Maschinen oder den Wocheneinkauf geht, sollten Landwirte aktiv Verantwortung übernehmen.

Trecker statt Ferrari

Alexander Bloch moderiert das VOXAutomagazin „Auto Mobil“ und betreibt den YouTube-Kanal „Bloch erklärt …“. Als Landwirtssohn saß er das erste Mal mit 2 Jahren auf dem Traktor. Damals waren diese jedoch deutlich kleiner, sowohl was die Abmessungen als auch die PS-Zahl angeht. Seine Begeisterung für Maschinen wurde früh geweckt und zog ihn zu Autos anstatt auf den Obstbaubetrieb. Als Ingenieur sieht er die Leistung, die deutsche Unternehmen vollbringen können, als wichtigen Faktor, neben der Innovation. Seine Begeisterung gilt aber nicht nur den Autos, vor zwei Jahren durfte er den Fendt 1050 Vario fahren und sich auch an der Bedienung eines Holzhackers versuchen. Er sagt: „Wenn ich mit einem Auto fahre, ist das geil, aber nicht unbedingt sinnvoll. Mit dem Traktor auf dem Acker zu fahren ist auch geil und trotzdem sinnvoll.“ Sein abschließendes Fazit sorgte für Applaus im Publikum: „Der Beruf des Landwirts ist ein Zukunftsberuf, denn das, was Landwirte schaffen, ist durch eine KI nicht zu ersetzen.“

Moderatorin, Fendt-Pressesprecherin und VDAJ-Mitglied Manja Morawitz führte ein unterhaltsames Gespräch mit Alexander Bloch.

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Journalistenpreis "Grüne Reportage 2026"

Der Verband Deutscher Agrarjournalisten e. V. (VDAJ) schreibt zum achten Mal den Journalistenpreis „Grüne Reportage“ aus. Gesucht werden Beiträge mit Relevanz für die Landwirtschaft und ihren vielfältigen Aufgaben.

 

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VDAJ-Fragestunde mit Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auf der Grünen Woche am Donnerstag, den 17. Januar 2026

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