Wirtschaft hinterlässt Spuren

Umweltminister Tobias Goldschmidt stellte sich den Fragen der Journalistinnen und Journalisten.
Foto: Schumacher

Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) stellte sich am 14. März im Kieler Landeshaus im Rahmen der Mitgliederversammlung des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) – Landesgruppe Nord – den Fragen der Anwesenden.

Nach heftigen und hitzigen Diskussionen zum Schutz der Ostsee im vergangenen Jahr sei es an der Zeit gewesen, im Rahmen der schwarz-grünen Koalition Kompromisse zu finden, erklärte der Minister mit Blick auf den „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“.

Nach seiner Einschätzung habe zwar kein Landwirt Interesse, Natur zu zerstören, aber jede Form von Wirtschaft hinterlasse eben ihre Spuren. Goldschmidt bezeichnete sich selbst als „Fan von Ordnungsrecht“, wenn es gut gemacht sei und zu weniger Bürokratie führe. Er betonte gegenüber den Agrarjournalistinnen und Agrarjournalisten aber auch den Wert des kooperativen Naturschutzes. „Häufig sitzen Umwelt- und Agrarbereich in einem Boot,“ formulierte er sein Verständnis.

Im Anschluss find die diesjährige Mitgliederversammlung der Landesgruppe statt. Neben dem Rückblick auf das Jahr 2023 gab Mechthilde Becker-Weigel, stellvertretende Vorsitzende der Landesgruppe Nord, einen Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen 2024.

Zudem stand die Wahl des ersten Vorsitzenden an. Wiedergewählt wurde der bisherige Vorsitzende Dr. Klaus-Dieter Schumacher.