Zu Besuch bei der niedersächsischen Landwirtschaftsministerin

Lagerkapazität erweitern, Fachgerechte Düngung sichern

Rundum informiert: Zusammen mit einigen Kollegen vom VDL Niedersachsen besuchte die VDAJ-Landesgruppe Niedersachsen/Sachsen-Anhalt die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast. (Foto: Sabine Hildebrandt)

Bei hochsommerlichen Temperaturen und dem alles entscheidenden Fußballspiel Deutschland gegen Südkorea waren einige Mitglieder der VDAJ-Landesgruppe Niedersachsen/Sachsen Anhalt Ende Juni nach Hannover ins Landwirtschaftsministerium gefahren, um mit der niedersächsischen Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast, aktuelle Agrarthemen zu diskutieren.

Barbara Otte-Kinast war bis 2017 Vorsitzende des Niedersächsischen Landfrauenverbandes und hat das Ministeramt seit Ende November 2017 inne. (Foto Angelika Sontheimer)

Zum Einstieg in die Diskussion referierte die Ministerin über die Auswirkungen der im vergangenen Jahr novellierten Düngeverordnung auf die niedersächsische Landwirtschaft. Sie sprach sich für die unbedingte Einhaltung der Obergrenzen für die Stickstoff- und Phosphordüngung aus, wobei möglicherweise auch eine Reduzierung der Tierbestände eine mögliche Maßnahme sein könnte. Der Ausbau der Lagerkapazitäten soll gefördert und eine bessere Verteilung der organische Dünger innerhalb des Landes von den Veredelungsbetrieben hin zu den Ackerbaubetrieben erreicht werden. Ziel sei es, Nährstoffzufuhr und Nährstoffabfuhr auszugleichen, um so der Nitratanreicherung im Oberflächen- und Grundwasser entgegenzuwirken. Unter anderem ist bis zum Jahreswechsel die Ausweisung der Gebiete mit hoher Nitratbelastung anvisiert.

„Menschen, Milchvieh, Melkroboter“ – ein passendes Geschenk von Agrarjournalisten-Kollege Fritz Fleege für die niedersächsische Landwirtschaftsministerin, die selber zuhause einen Milchviehbetrieb hat. (Foto Christa Diekmann-Lenartz)

Um die genannten Maßnahmen besser umsetzen zu können, wurde im Ministerium das eigenständige Referat „Nährstoffmanagement, Düngung, Agrarumweltpolitik, Ökologischer Landbau“ eingerichtet. In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auf die Sicherung der Nachhaltigkeit, die für sie eine hohe Priorität besitzt. Weitere Diskussionspunkte bildeten unter anderem die Kastration von Ebern und die Kürzung der Schnäbel von Küken. Bei diesen Themen wurde von der Ministerin auf die Zuständigkeit des Bundesministeriums verwiesen.

Text: Dr. Hans-Georg Brod und Angelika Sontheimer