Zu süß, zu fett, zu salzig?

v.l.: Prof. Dr. Andreas Pfeiffer-Deutsches Institut für Ernährungsforschung/ Ronny Pietzner-Stiftung Ernährung-Bildung-Gesundheit/ Anne Baaske- AWO Landesverband Brandenburg/ Europaabgeordnete Susanne Melior/ Sara Mruck- Nestlé/ Oliver Huizinga- foodwatch e.V.

In der Heimvolkshochschule am Seddiner See bei Potsdam wurden kürzlich Strategien für die gesunde Ernährung beraten und diskutiert, da eine europäische und weltweite Zunahme der Übergewichtigkeit der Bürger festzustellen ist. In Europa ist beinahe jeder zweite Erwachsene übergewichtig. Besonders auch Kinder sind von der Fettleibigkeit betroffen. Gründe sind meist eine ungesunde Ernährungsweise – zu süß, zu fett und zu salzig…

Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte die brandenburgische Europaabgeordnete Susanne Melior gemeinsam mit der AWO- Geschäftsführerin des Landesverbandes Brandenburg Anne Baaske.

Prof. Dr. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam- Rehbrücke erörterte in seinem einleitenden Vortrag die Zusammenhänge einer ausgewogenen Ernährung und Gesundheit. Er wies auf die Wichtigkeit der Aufnahme von bestimmten Fetten und einer ballaststoffreichen Ernährung hin. Deutlich ist die Aufnahme von zuckerhaltigen Lebensmitteln zu verringern. Insbesondere zuckerhaltige Getränke sollten weitestgehend gemieden werden. In der Podiumsdiskussion wurde angemerkt, dass aus verschiedenen Gründen kaum noch selbst gekocht wird und dadurch auf eine gesunde Ernährungszusammensetzung wenig Einfluss genommen werden kann. Die Lebensmittelindustrie ist daher gefordert, die gesundheitlichen Aspekte in den Vordergrund zu rücken, dies auch deutlich und übersichtlich auf der Verpackung zu kennzeichnen. Die ursprünglich angestrebte „Ampelregelung“ hat sich ja leider nicht durchgesetzt.

Ronny Pietzner, ein erfahrener Spitzenkoch und Mitbegründer der Stiftung Ernährung- Bildung- Gesundheit, berichtete über seine Erfahrungen an die Herangehensweise mit gesunden Lebensmitteln in Kitas und Schulen, die ebenfalls von der Geschäftsführerin Anne Baaske vom AWO- Landesverband Brandenburg unterstützt wird. So lernen Kinder und Jugendliche durch das Mitmachen beim Kochen einen gezielteren Umgang mit gesunden Lebensmitteln und ein besseres Verständnis dafür.

Oliver Huizinga von foodwatch e.V. kritisierte in seinem Beitrag u.a. die oft mangelhafte Kennzeichnung von Lebensmittelverpackungen, da die vorgegebene Schriftgröße nicht erreicht ist und die Mindestangaben oft nicht angegeben sind.

Es gibt noch viel zu tun……….

©Text/Foto: Lutz Gagsch

 

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