Er wollte gern Minister bleiben

Sieben Jahre ist er jetzt Landwirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen und er möchte es auch weiter bleiben. „Ja, sehr gerne will ich erneut dieses Amt übernehmen“, betonte Johannes Remmel am 21. März 2017 beim traditionellen Pressegespräch der Landesgruppen Bonn und Rhein-Weser des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDAJ) in Düsseldorf. Das war noch vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Und doch war Remmels Skepsis an diesem Tag bereits zu spüren. Der Minister sprach von Gegenwind. Dass ein Sturm draus werden könnte und Land unter bei den Grünen, hat er vielleicht schon geahnt. Doch er nutze den Abend mit den Agrarjournalisten, um eine – auch persönliche – Bilanz der Koalitionsarbeit zu ziehen. „Wir haben uns im Koalitionsvertrag viel vorgenommen und er ist zu 95% abgearbeitet. Ich finde, die Bilanz kann sich sehen lassen“, betonte Remmel. Zwei Bereiche seien noch nicht abgearbeitet. Hierzu gehörten das Forstgesetz und die Novellierung des Abfallgesetzes. Als seinen größten Erfolg in dieser Legislaturperiode bezeichnete der grüne Landwirtschaftsminister die Verabschiedung der 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes, die im Frühjahr 2014 in Kraft trat. Aufgrund des relativ hohen Einsatzes von Antibiotika in der deutschen Nutztierhaltung habe er dieses Thema angestoßen und forciert, erläuterte Remmel. Insgesamt sei der Antibiotikaeinsatz von rund 1600t auf etwa 800t pro Jahr zurückgegangen. In der Landwirtschaftspolitik habe er verstärkt auf den Dialog mit den Landwirtschaftsverbänden gesetzt. Gemeinsam sei eine Menge erreicht worden. Das Foto zeigt (v.l.nr.): Moderator Anselm Richard, Johannes Remmel, Dr. Katharina Seuser und  Dr. Dieter Barth.

Text: Elisabeth Legge / Foto: Bernhard Rüb

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