Kleine Gruppe, große Pläne

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Ein guter Ort zum Tagen: Die Landesgruppe Baden-Württemberg traf sich im neuen
Haus der Bauern in Freiburg zur Hauptversammlung. Foto: Steiner

Seine Verlässlichkeit stellt der US-amerikanische Senat sicher, in dem er alle zwei Jahre jeweils nur ein Drittel der Senatoren zur Wahl stellt. Ähnlich agiert die Landesgruppe Baden-Württemberg: Sie wählt jedes Jahr für drei Jahre einen ihrer drei Vorstandskandidaten. Dieses Mal war die Vorsitzende an der Reihe. Und Gudrun Koeck wurde nach ihrer ersten Amtsperiode einstimmig wiedergewählt. „Ich mache das gerne und mache gerne weiter“, nahm sie die Wahl an. Beständigkeit zeigte sich auch anderer Stelle: Mit 43 Mitgliedern – darunter zwei Neuzugängen – bleibt die Zahl der Aktiven nahezu gleich und die Landesgruppe die kleinste in der großen Familie der Agrarjournalisten. Doch das muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Aktivitäten auf Sparflamme laufen. Auch wenn angesichts der Personalstärke Qualität vor Quantität geht, zeigten die Seminare im vergangenen Geschäftsjahr, dass die Gruppe als Veranstalter durchaus den Nerv ihrer Mitglieder trifft. Dabei hob Gudrun Koeck vor allem das Seminar zum Smartphone hervor.

Entsprechend engagiert zeigten sich die Kollegen dann auch bei der Gestaltung des Programms für den Kongress der Internationalen Föderation der Agrarjournalisten (IFAJ) im Jahr 2016. Dann treffen sich im Juli die Agrarjournalisten aus aller Welt in Bonn und die Badener und Württemberger bastelten in Freiburg bereits eifrig am Programm. Auf der so genannten Südwesttour wollen die Kollegen der Landesgruppe die Besonderheiten ihres Bundeslandes präsentieren. Dabei steht das Genießen im Vordergrund: Süße Früchte aus Baden-Württemberg und natürlich Wein zählen unter anderem zu den geplanten Programmpunkten. Daneben sollen die Teilnehmer natürlich auch andere Besonderheiten von Deutschlands Südwesten kennenlernen, und da ist die reizvolle Landschaft nur einer von mehreren verlockenden Aspekten. Damit haben die baden-württembergischen Agrarjournalisten bereits einiges zu stemmen, das aktuelle Jahr verlieren sie aber dennoch nicht aus den Augen. Da steht die Nachwuchsgewinnung an vorderer Stelle. Das soll neben Vergünstigungen für Jungmitglieder auch über ein attraktives Programm geschehen. So zählen Seminare zu Kreativitätstechniken, Präsentation und zur Vermeidung von Burnout zu den Wünschen der Mitglieder.

Und dass man die verdienten VDAJler nicht vergisst, zeigt der Vorschlag eines Treffens mal ganz abseits der Arbeit auf der diesjährigen Landesgartenschau. Noch stekken diese Ideen in der Planungsphase, aber wer die Schwaben kennt, weiß, dass die mit gewohnter Tatkraft an die Umsetzung gehen werden. Das bewies auch die rasche Besetzung der vakanten Posten: Marion Morgner wird als neue Kassenprüferin agieren und der beratende Ausschuss des Bundesverbandes kann darauf zählen, dass die Landesgruppe trotz des Ausscheidens von Marion Morgner auch dort ihre Aufgaben wahrnehmen wird. Angesichts dieser Kontinuität in der Arbeit verwundert es nicht, dass der Kassenbericht auf Euro und Cent stimmte und die Landesgruppe unter Kassenwart Gerhard Bernauer 2013 durchaus gut zu wirtschaften wusste. Für den Redakteur des Landwirtschaftlichen Wochenblattes und ehemals zweiten Vorsitzenden war es übrigens der letzte Bericht, seine Aufgaben hat nun der aktuelle Vize Donat Singler übernommen. Natürlich in der gewohnten Verlässlichkeit, keine Frage.
Lars Harnisch

 

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