Ein Haus wie kein anderes

VDAJ-BW

Dank mit Nervennahrung
an Benjamin Fiebig (links), Geschäftsführer des BLHV
Fotos: Steiner

Für eine Hauptversammlung von Agrarjournalisten gibt es wohl keinen besseren Ort: Die Landesgruppe Baden-Württemberg hielt sie im neuen Haus der Bauern in Freiburg ab – und kam dabei mächtig ins Staunen. Denn beim neuen Repräsentationsbau hat der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) einiges gewagt.Wenn René Bossert von der Badischen Bauernzeitung aus dem Fenster schaut, blickt er auf die Bahnstrecke der Höllentalbahn. Schaut er nach vorn, sieht er den Monitor seines Rechners und weiter hinten im Büro seine Kollegen. Bossert sitzt in einem der ungewöhnlichsten Gebäude Freiburgs.

Das neue Haus der Bauern sticht in seiner Form und Bauweise alle 08/15-Büro-Bauten in der Nachbarschaft aus. Ungewöhnlich geformt mit Pultdach besteht es fast völlig aus Holz und Glas. „Das ist die einzige Betonwand, die Sie hier sehen werden”, sagt Benjamin Fiebig. Der Geschäftsführer des BHLV hat den Bau mitbegleitet, nicht ohne Mühen,
aber das Ergebnis lässt sich sehen – von innen und von außen. Die genannte Wand trägt Treppenhaus und Fahrstuhl, ansonsten zeigt sich das Haus komplett als Holzbau, den eine vorgeblendete Glasfassade schützt. Das wirkt nicht nur harmonisch, sondern setzt auch ein Zeichen für den Rohstoff Holz. Dabei erinnert er keineswegs zufällig an ein
Bauernhaus, denn die badischen Bauern haben hier ihr Hauptdomizil. Das zeigt auch die riesige Ähre des badischen Künstlers Armin Göhringer, die sich fast über alle vier Stockwerke zieht.

Im Erdgeschoss residieren nun die Unterverbände wie die badische Landjugend und die Landfrauen, ganz oben sitzt der Hauptverband für die rund 17.000 badischen Bauern. Mittendrin: der Badische Landwirtschaftsverlag mit 17 Mitarbeitern, die mit
Chefredakteur Walter Eberenz die Aushängeschilder „Badische Bauernzeitung” und „Der Badische Winzer” gestalten.

Der Bau bietet viel Neues. Er kommt ohne Klimaanlage und Heizung aus, einzig eine Wärmepumpe hält die Temperatur von 23 Grad Celsius. Das Archiv kommt hochmodern daher, so sichert etwa ein PINZugang den Datenschutz. Die Geschosse gleichen sich. Mindestens eine Teeküche besitzt jedes, die Landfrauen haben sogar ganz nach ihren Bedürfnissen eine große Küche zum Kochen. Im Gang schließen sich Konferenz- und
Druckerräume an, links und rechts liegen die Büros. Auch die haben es in sich, Holz und Glas bestimmen das Bild: „Die Kollegen sehen sich jetzt und haben kurze Wege”, betont der BLHVGeschäftsführer. Teppich, hellgrüne und dunkle Stühle, alles wirkt
harmonisch und aufeinander abgestimmt. Doch meist werden die Redakteure mit ihren Blättern befasst sein, die Zeit für ein Schwätzchen werden sie wohl eher auf der großen Dachterrasse finden. Die schmückt das oberste Geschoss und erlaubt einen Blick auf Freiburg, dessen Hausberg Schauinsland und die Vogesen. Daneben befindet sich
der Konferenzraum. „Ein wertvoller Ort zum Treffen”, befand Hausherr Benjamin Fiebig. Lars Harnisch

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