Wechsel in der Führungsmannschaft

Erstellt am Mittwoch, 10. April 2013 15:51

Im Landesverband Baden-Württemberg gibt es gravierende Veränderungen. Der langjährige Vorstand Gerhard Bernauer gibt sein Amt an Donat Singler weiter. Außerdem kommen neue Veranstaltungen.

Doch einen Superlativ behalten die Baden-Württemberger: „Wir sind nach wie vor der kleinste Landesverband im VDAJ“, konstatierte die Landesvorsitzende Gudrun Koeck. 42 Mitglieder zählt der Verband im Südwesten und so war auch die aktive Mitgliederwerbung, gerade beim Nachwuchs, eines der ersten Themen der Versammlung. Immerhin erhalten Volontäre die Aufnahmegebühr erstattet und dürfen ein Jahr kostenfrei Mitglied sein.

Dabei können sie nicht nur von den Erfahrungen der Kollegen, sondern auch von den Veranstaltungen und Seminaren profitieren. Dort ragte im vergangenen Jahr insbesondere das Seminar Social Media heraus, das der Landesverband mit Rainer Winter von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft DLG abhielt. „Das war gelungen“, freute sich die Vorsitzende.

Noch mehr gelungene Aktionen plant der Landesverband nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für das Jahr 2016. Denn am Programm für den Kongress der Internationalen Vereinigung der Agrarjournalisten (IFAJ) will der Verband gerne mitarbeiten.

Schnell war auch ein passendes Thema gefunden, das spezifisch für Deutschlands Südwesten ist – der Weinbau. So ist etwa Baden die einzige Weinbauregion Deutschlands, die wie das benachbarte Elsass oder die Champagne zur Weinbauzone B der EU gehört und entsprechend hohe Qualitätsstandards erfüllen muss; zudem verfügt die Landesgruppe mit Walter Eberenz über einen ausgewiesenen Fachmann auf diesem Gebiet.

Auf die Dienste eines anderen Fachmanns muss die kleinste VDAJ-Landesgruppe aber künftig verzichten: Gerhard Bernauer trug zum letzten Mal einen Kassenbericht vor. Er gibt das Amt als zweiter Vorstand und Kassenwart nach rund einem Vierteljahrhundert ab. Natürlich stimmte die Kasse bis auf den letzten Cent, ein kleines Plus wurde ebenfalls erwirtschaftet. So wurde der Vorstand bei eigener Enthaltung einstimmig entlastet. Für die langjährige Arbeit erhielt der Italien-Fan Gerhard Bernauer einen Geschenkkorb mit mediterranen Leckereien und ein dickes Lob. „Dass unser Landesverband finanziell so gut dasteht, ist auch das Verdienst von Gerhard Bernauer“, würdigte Arno Steiner die Arbeit seines Vorstandskollegen.

Zum Glück kann auch der Nachfolger gut mit Zahlen umgehen. Donat Singler, Marktredakteur bei BW Agrar, übernimmt die Funktion als Kassenwart und zweiter Vorstand. Als solcher will er vor allem neue Leute für den Verband gewinnen, unter anderem mit attraktiven Veranstaltungen. Da passt es, dass das Programm in diesem Jahr ausgeweitet werden soll. Journalismus im Zeichen der Smartphones, neue Darstellungsformen für Facebook & Co, aber auch der Umgang mit Stress und nicht zuletzt ein Treffen mit den politisch Verantwortlichen für die baden-württembergische Landwirtschaft stehen auf dem Organisationszettel. Zwar hat der Landwirtschaftsminister des Bundeslandes bisher nicht auf die Bitten um ein Treffen reagiert, dennoch hoffen die Agrarjournalisten um Gudrun Koeck einmal aus erster Hand zu erfahren, wie sich die Landesregierung die Agrarpolitik vorstellt. Außerdem werden in diesem Jahr wieder ein Besuch des Instituts für Rebenzüchtung in Geilweilerhof und ein Seminar  zum Thema Landwirtschaft angeboten, beide Veranstaltungen will die Landesgruppe voraussichtlich mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland organisieren. Ein interessantes Programm, das eine Mitgliedschaft auch für Zögernde interessant machen könnte. Baden-Württemberg muss ja nicht der kleinste Landesverband bleiben.

Der neue zweite Mann in Baden-Württemberg

Name: Donat Singler
Tätig: Marktredakteur bei BW Agrar in Stuttgart
Jahrgang: 1960
Aufgewachsen: Kenzingen (Baden)
Werdegang: 1983–89 Studium der Allgemeinen Agrarwissenschaften in Stuttgart-Hohenheim
dann Volontariat bei der Landpost
seit 1991 beim Landwirtschaftlichen Wochenblatt, heute BW Agrar,  zuständig für Märkte, Trends und Wirtschaft, Herausgeber ausgewählter Newsletter
Ziel: attraktiv werden für neue Mitglieder, am besten über mehr eigene Veranstaltungen
Das Amt…  …ist für mich mehr Würde als Bürde

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