Landwirtschaft ggf. dem Wirtschaftsministerium zuordnen

Erstellt am Freitag, 13. Mai 2011 01:29

Die Landesgruppe Nord besuchte den Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Bauernverband. Verbandspräsident Werner Schwarz gab einen umfassenden Überblick über dringliche Aufgaben.
In einem Arbeitstreffen mit Agrarjournalisten (VDAJ) skizzierte Werner Schwarz als Präsident des Schleswig-Holsteinischen Bauernverbands die aktuellen Schwerpunkte seiner Verbandsarbeit. Sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene gelte es, Agrarpolitik so zu gestalten, dass eine landwirtschaftliche Produktion im Rahmen einer gesellschaftlichen Akzeptanz erfolgen kann. „Man muss mehr auf die mehr auf die Notwendigkeit des Tiers zu achten, ohne die Wirtschaftlichkeit der Landwirte zu untergraben.“ Dies müsse auf breiter Ebene sachlich und unter Unterstützung der Wissenschaft erfolgen. Künftig werde man versuchen, verstärkt Allianzen mit anderen Berufsgruppen zu schmieden. Schwarz sieht hier Anknüpfungspunkte vor allem zu Handwerker, „das sind oftmals auch selbständige Kleinunternehmer“, so der Verbandspräsident. Eine Umorientierung könnte sich auch auf politischer Ebene anbieten. In den Jahren des verstärkten Strukturwandels erhielt die Lösung sozialpolitischer Aufgaben eine besondere Beachtung. „Nun geht es verstärkt um die Klärung wirtschaftlicher Fragen. Je nach den Gewichtungen innerhalb der künftigen politischen Landschaften könne es dann sinnvoll sein, die Landwirtschaft dem Wirtschaftsministerium zuzuordnen“, so Werner Schwarz.

Text: Dr. Uwe Scheper

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